18.05.2026

Vorgestellt: Sara von polbi hamburg

Sara ist ehrenamtliche Co-Leitung bei polbi hamburg. Im Frühjahr 2025 ist die Initiative Teil der Coworking-Community im Haus des Engagements geworden. Wir sprechen mit Sara über ihr Engagement und über Superkräfte.

Wie bist du ins Haus des Engagements gekommen und was machst du hier?

Katharina Fries, die Gründerin von polbi hamburg, arbeitet als Hauptamtliche im Haus des Engagements – durch sie habe ich von der Möglichkeit erfahren, hier zu coworken und an der Community teilzuhaben. Neben der Nutzung der Coworking-Fläche als Arbeitsplatz mieten wir als polbi hamburg auch regelmäßig Meetingräume für unsere Teamtreffs und freuen uns immer, anderen Engagierten zu begegnen!

Für welche Themen oder Projekte engagierst du dich aktuell bzw. wofür hast du dich in der Vergangenheit eingesetzt?

Mit den Formaten von polbi hamburg bin ich in der politischen Bildung aktiv: Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen und möchten gemeinsam den Spaß am Politischen entdecken. Aktuell bin ich besonders in unserem neuen Format, dem polbiKompass, aktiv, an dem ich seit kurzem als Hauptamtliche mitarbeiten darf. Hier geht es um politische Beteiligung junger Menschen – gemeinsam mit einer Jugendgruppe arbeite ich an einem politischen Kompass, der Entscheidungsprozesse und Engagementmöglichkeiten sichtbar macht. In der Vergangenheit habe ich auch schon viel mit Kindern mit und ohne Behinderung gearbeitet und durfte für ein Jahr als Freiwillige Erfahrungen in einer albanischen NGO für Kinder- und Frauenrechte sammeln.

Was bedeutet für dich persönlich freiwilliges Engagement?

Freiwilliges Engagement ist für mich persönlich eine große Chance und auch ein Privileg: Es ist wunderbar, meine Fähigkeiten und Möglichkeiten zu nutzen, um mich für etwas stark zu machen, das mir am Herzen liegt. Die Zusammenarbeit mit anderen Engagierten ist hierbei ein großer Faktor: Sich gemeinsam für etwas einzusetzen bringt Gemeinschaft und schafft Zugehörigkeit. Das Engagement bedeutet für mich also nicht nur Teilhabe, sondern es öffnet mir auch neue Wege, die Welt zu erfahren und von anderen zu lernen.

Welche Bedeutung hat freiwilliges Engagement deiner Meinung nach für die Gesellschaft?

Ganz viele Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens würden ohne Ehrenamtliche und freiwillig Engagierte überhaupt nicht funktionieren. Bürgerliches Engagement zieht sich also durch fast alle Teilbereiche unseres Zusammenlebens und ist aus meiner Sicht gar nicht wegzudenken. Dass sich so viele Menschen aus Leidenschaft, Solidarität und Tatendrang engagieren, finde ich zentral für eine Demokratie und unseren Zusammenhalt.

Gibt es engagierte Personen oder Projekte, die dich besonders beeindrucken?

Besonders vor Menschen, die in Krisengebieten agieren und andere Menschen in Notlagen unterstützen, habe ich großen Respekt. Mich inspiriert und beeindruckt es tief, wenn Menschen für andere da sind, die auf Hilfe oder Pflege angewiesen sind, und hierfür zum Teil auch große persönliche Opfer bringen.

Vor welchen Herausforderungen stehen Engagierte deiner Meinung nach?

Freiwilliges Engagement bleibt oft ein Privileg für Menschen, die die körperlichen, zeitlichen und finanziellen Kapazitäten haben, ums ich einbringen zu können. Dadurch bleiben viele Perspektiven ausgeschlossen. Und auch für Organisationen kann es oft schwierig sein, eine Finanzierung für ihre Projekten und Angeboten zu finden, denn das erfordert viel Zeit, Energie und auch Erfahrung. Dazu kommt, dass engagierte Menschen in manchen Kontexten nur wenig Wertschätzung für ihre oft fordernde Arbeit erfahren – zum Beispiel junge Menschen, die sich vor Ausbildung oder Studium für ein Freiwilliges Soziales Jahr entscheiden.

Wie sieht eine Welt-Utopie für dich aus?

In einer idealen Welt werden alle Stimmen gehört und die diversen Bedürfnisse, die wir als vielfältige Gesellschaft haben, anerkannt. Wir achten aufeinander und denken nicht nur an unseren eigenen Vorteil, sondern haben auch ein besonderes Augenmerk darauf, welche Auswirkungen unsere Entscheidungen auf andere haben. Wenn das schon im Kleinen funktionieren kann, können wir es sicher auch im Großen schaffen!

Welche Superkraft hättest du gern, wenn du eine wählen könntest?

Ich könnte gern alle Sprachen der Welt, um mit Menschen aus verschiedensten Kontexten ins Gespräch zu kommen.

Zuletzt: Gibt es einen Ort in Hamburg, den du den Leser:innen ans Herz legen möchtest?

Das ist zwar gar kein Geheimtipp mehr, aber ich gehe sehr gern in die Rathauspassage. Hier lässt es sich nicht nur schön sitzen und schmökern, sondern durchs Kaffeetrinken unterstützt man auch gleichzeitig die tollen sozialen Projekte, die hier umgesetzt werden 🙂

Kontakt:

Name: Sara Dojani

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