
Am 22. Februar 2026 findet im Museum der Arbeit der Equal Care Day Hamburg 2026 statt. Unter dem Titel „Sorgearbeit: gleich, gerecht, gemeinsam?“ rückt das Festival unbezahlte private Care-Arbeit in den Mittelpunkt – eine Arbeit, die unser Zusammenleben trägt und dennoch oft unsichtbar, ungleich verteilt und gesellschaftlich wenig anerkannt ist.
Care-Arbeit umfasst weit mehr als Pflege: Sie bedeutet Sorge für Kinder, Angehörige, Freund*innen, Gesellschaft und Umwelt sowie emotionale Arbeit. Sorgearbeit wird überwiegend von Frauen geleistet und bleibt trotz ihrer zentralen Bedeutung politisch wie ökonomisch unterbewertet. Der Equal Care Day Hamburg setzt hier an und schafft Raum für Austausch, Bildung und Vernetzung rund um eine gerechtere Verteilung von Sorgearbeit.
„Care-Arbeit gerecht zu verteilen ist ein Schlüssel auf dem Weg zu echter Gleichstellung. Denn noch immer leisten Frauen den Löwenanteil, wenn es darum geht, Kinder oder pflegebedürftige Familienangehörige zu versorgen. Und das bedeutet eine gravierende Chancenungleichheit: Frauen arbeiten mehr in Teilzeit, verdienen weniger, machen seltener Karriere, sind von vielen Berufsbildern ausgeschlossen und häufiger von Altersarmut bedroht. Um das zu ändern, müssen wir gezielt informieren. Rollenbilder hinterfragen. Und schon früh dafür sensibilisieren. Genau dafür ist der Equal Care Day und die Initiative Equal Care Hamburg so wichtig und ich freue mich, hierfür die Schirmherrschaft zu übernehmen,“ sagt Maryam Blumenthal, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und Schirmherrin des Equal Care Day Hamburg 2026.
Das ganztägige Programm richtet sich an alle, die Care-Arbeit leisten, künftig übernehmen werden oder sich für Care-Gerechtigkeit interessieren und engagieren möchten. Mit einem politischen Grußwort eröffnet Senatorin Maryam Blumenthal den Aktionstag. Ein Keynote-Dialog zu fairer Sorgearbeit, Workshops zu Themen wie Angehörigenpflege, Impulse zu gleichberechtigter Elternschaft, offene Austauschformate und ein vielfältiges Kinder- und Familienprogramm machen Care-Arbeit in all ihren Facetten sichtbar und laden zum Mitdenken, Mitdiskutieren und Vernetzen ein.
Ergänzt wird das Programm durch einen Engagement-Marktplatz mit Hamburger Care-Initiativen, künstlerische Beiträge und interaktive Mitmachaktionen, die den ganzen Tag über zum Austausch und zur Beteiligung einladen.
Der Equal Care Day Hamburg 2026 wird von der Initiative Equal Care Hamburg in Kooperation mit dem Museum der Arbeit veranstaltet und findet im Rahmen der Ausstellung „CARE! Wenn aus Liebe Arbeit wird“ (28.10.2025 – 03.05.2026) statt. Ziel ist es, Care-Arbeit als zentrale gesellschaftliche Frage sichtbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Impulse für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu setzen.
ÜBER DIE INITIATIVE EQUAL CARE HAMBURG
Equal Care Hamburg ist eine ehrenamtliche Initiative für mehr Sichtbarkeit, Wertschätzung und faire Verteilung von Sorge- und Care-Arbeit. Die Initiative setzt sich dafür ein, Care-Arbeit als gesellschaftlich relevante Aufgabe anzuerkennen, stereotype Rollenbilder zu hinterfragen und gerechte Care-Bedingungen aktiv mitzugestalten.
Equal Care Hamburg engagiert sich für eine gerechte Verteilung privater, professioneller und ehrenamtlicher Care-Arbeit. Ziel ist der Aufbau einer starken Care-Allianz sowie einer zukunftsweisenden Care-Infrastruktur für Hamburg. Dafür vernetzt die Initiative Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und entwickelt gemeinsam konkrete Lösungsansätze.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Aufklärung, Vernetzung und politischer Bildungsarbeit – unter anderem durch Veranstaltungen, Workshops, Austauschformate und das jährliche Equal Care Day Festival Hamburg.
Online & Social Media
EINORDNUNG: EQUAL CARE DAY – BUNDESINITIATIVE SEIT 2016
Der Equal Care Day ist ein bundesweiter Aktionstag, der seit 2016 jährlich am 29. Februar (bzw. 1. März in Nicht-Schaltjahren) begangen wird. Initiiert von Almut Schnerring und Sascha Verlan und getragen von Klische*esc e. V., macht er auf die ungleiche Verteilung und mangelnde Anerkennung von Care-Arbeit aufmerksam. Das symbolische Datum verweist auf die Unsichtbarkeit dieser zentralen gesellschaftlichen Arbeit. Bundesweit dienen Veranstaltungen und Aktionen dazu, Care-Arbeit sichtbar zu machen, Debatten anzustoßen und strukturelle Rahmenbedingungen zu verbessern.
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